Warum ich meinen Pflaumenkuchen vor dem Pinnen anschneide

Oben bilden die Pflaumen ein schönes Muster. Wenn ich selbst nach Rezept backe, suche ich allerdings nach dem Foto vom Inneren.
Der erste Schnitt darf warten
Zuerst fotografiere ich den ganzen Kuchen von oben. Ein heißes Stück würde zusammensacken und die Krume unter den Früchten ungebacken aussehen lassen. Nach dem Abkühlen stelle ich einen Keil auf einen schlichten Teller und gehe mit der Kamera auf Höhe der Schnittfläche.
Eine violette Spur führt in die Irre
Auf einem Foto hat das Messer Saft bis zum Boden gezogen. Es sieht nach einer Marmeladenschicht aus, die gar nicht im Teig steckt. Ich drehe das Stück zur sauberen Seite. Den leicht feuchten Übergang direkt unter den Pflaumen lasse ich bewusst sichtbar.
Ich sehe mir die Größe eines Pins an
Die großen Dateien bleiben beim Rezept; die Kopien für Pinterest verarbeite ich in RemoveDog. Auf dem Handy suche ich die Grenze zwischen Frucht und Krume. Mit zu engem Ausschnitt wirkt der Kuchen höher. Deshalb lasse ich den Boden und etwas vom Teller stehen.
Ein Bild für vorher, eins für nachher
Der ganze Kuchen macht Lust aufs Backen, der Anschnitt hilft nach dem Backen beim Vergleich. In die Bildunterschrift schreibe ich, dass mein Stück vor dem Schneiden abgekühlt war. Das hilft beim Nachmachen mehr als ein weiterer Blick auf die Pflaumen von oben.